Les couleurs de l’amour

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  • Artist: Waldstein Trio
  • Release: 10. April 2026
  • Catalog No: Q-2506-2

LES COULEURS DE L’AMOUR
Claude Debussy Piano Trio in G Major, L. 3
Robert Schumann Piano Trio No. 3 in g-minor, op. 110

Waldstein Trio
Gerhard Schulz Violine
Lilia Schulz-Bayrova Violoncello
Christoph Berner Klavier

Die Farben der Musik und der Liebe
Die Klaviertrios von Robert Schumann und Claude Debussy

Ein Klaviertrio der deutschen Hochromantik, eines des französischen Spätromantik – und doch wären beide in dieser Gestalt ohne die Wiener Klassik so nicht zustande gekommen. Das Waldstein Trio auf der Suche nach einem vielschichtiger Dialog zweier Epochen.

Wie die Symphonie und das Streichquartett hat sich auch das Klaviertrio aus den kammermusikalischen Besetzungen des Barock entwickelt. Die Kammermusik von Robert Schumann (1810-1856) ist im Gegensatz zu seinen Sinfonien, der Klaviermusik und den Liedern eher selten in den internationalen Konzertprogrammen zu finden. Gründe dafür sind schwer auszumachen. Tatsache ist, dass gerade die Kammermusik bei Schumann zahlreiche seiner schönsten Einfälle enthält.

Die Komposition von Klaviertrios erstreckt sich bei Schumann über den relativ engen Zeitraum von vier Jahren. Innerhalb dieser Spanne entstanden das erste Klaviertrio d-Moll op. 63 (1847), das zweite Klaviertrio F-Dur op. 80 (1847 und 1849), die „Fantasiestücke“ für Klavier, Violine und Violoncello op. 88 (1849) sowie das Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 3 g-Moll op. 110. Dieses schrieb er innerhalb von einer Woche im Oktober 1851. Eine Schaffensphase, die Bedeutendes hervorbrachte, darunter große Orchesterwerke wie die dritte und die vierte Symphonie.

Zählen Schumanns Werke zu den Säulen der Klaviertrio-Literatur, so hätte man noch vor wenigen Jahrzehnten selbst in einem qualitätsvollen Kammermusikführer vergeblich nach einem Klaviertrio von Claude Debussy (1862–1918) gesucht. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde seine lange verschollene Komposition aufgefunden. Es ist ein Frühwerk eines jungen Mannes, der auch in diesem Stück des Suchens und Werdens schon viel von seiner späteren Meisterschaft verrät. Das Trio führt in einen ersten markanten künstlerischen Abschnitt im Leben Debussys. Er begleitete die Familie auf ihren ausgedehnten Reisen in Europa, wie etwa in die Schweiz, nach Italien, Wien und Moskau.

Dr. Christian Heindl, Wien 2025

 

In dieser Einspielung hören wir das Trio No. 3 von Robert Schumann in einer Aufnahme, welche die letzte in den legendären Wiener Sofiensälenwerden sollte. Im Jahr 2000, mitten in den Vorbereitungen zur Gründung des Wiener Klassik-Labels Quinton Records, fand sich das junge Team von Quinton dort für diese Produktion ein. Am 16. August 2001 wurden die Sofiensäle dann durch einen Brand schwer beschädigt. Schon Sir Georg Solti und die Wiener Philharmoniker nahmen dort mit ihrem Produzenten John Culshaw für die DECCA in den Jahren 1958 bis 1965 Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ auf. Die Aufnahmen zum Debussy Trio fand dann im Casino Baumgarten statt.

 

Recording: September 2000, Sofiensäle, Wien (Schumann) & June 2001 at Casino Baumgarten, Vienna (Debussy)
Balance Engineer: Andreas Rathammer, Heinrich Schläfer
Recording Producer: Martin Edelmann
Editing: Jeremias L. Thiele, Andreas Rathammer
Mix and Mastering: Andreas Rathammer at the Q-Room, Vienna

QUINTON – the art of recording arts

free download: Quinton Records Digital Booklet:
Q-2506-2 – DIGITAL BOOKLET – Waldstein Trio – Finale AR

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